Newsletter zwischendurch im Sommer 2018

Fortbildung zur Anleitung von Meditierenden: Anmeldeschluss! – Lichtseelenprozess: Tagung, Buch und noch eine Tagung – Fortsetzung der Kontroverse Diet/Dehmelt und ein schöner Text von Michael Eggert dazu – Anthroposophischer Zen? – Meditationsanleitungen aus Lanzarote – Western Esotericism and Consciousness. Von Anna-Katharina Dehmelt und Terje Sparby.

Anlass für diesen ursprünglich ungeplanten Newsletter ist ausnahmsweise mal Werbung in eigener Sache: wir möchten die bisher Zögernden sowie die Kurzentschlossenen noch einmal auf die Fortbildung zur Anleitung und Begleitung von Meditierenden „Ich-Stärkung und Weltbezug“ hinweisen. Es gibt noch freie Plätze, Anmeldeschluss ist Donnerstag, der 23. August 2018 (also bald), Beginn am 7. September 2018, und detailliertere Infos gibt’s im ausführlichen Flyer hier .

Bereits im letzten Newsletter haben wir auch die nächste Meditationstagung in Stuttgart vom 22. bis 24. März 2019 mit dem Thema „Die Seele atmet im Lichte – Meditatives Üben zwischen Wahrnehmen und Denken“ hingewiesen. Die detaillierte Ankündigung wird es dann im nächsten Newsletter geben; wer sich aber auf das Thema einschwingen möchte, dem sei  – neben Hans-Christian Zehnters „Lichtmess“ und Georg Kühlewinds „Die Belebung der Sinne – Wege zur fühlenden Wahrnehmung (derzeit noch vergriffen, bis zur Tagung aber wieder lieferbar) – nun auch Yeshayahu Ben-Aharons „Cognitive Yoga“ empfohlen. Das bereits 2016 erschienene Buch gibt einen Erfahrungsbericht im Umgang mit dem Lichtseelenprozess, teilweise sehr (manchem vielleicht: zu) detailliert, teilweise etwas einseitig unter dem Aspekt der Geburt eines neuen Ätherleibes. Aber Ben Aharon hat wirklich viel und Tiefes zum Thema zu sagen. Dabei hält er seine Ausführungen immer eng in Verbindung mit den Schilderungen Rudolf Steiners. Er ist mehr Bewusstseinsforscher als Goetheanist, und insofern interessieren ihn weniger die Aspekte der Welterkenntnis (zum Beispiel das wahrgenommene Rot selbst) als die der Selbsterkenntnis. Unter dieser Perspektive kommt er aber zu erstaunlichen Zusammenschauen verschiedener Themen im Werk Rudolf Steiners. Wer am Thema des Lichtseelenprozesses interessiert ist, für den wird das Buch eine Bereicherung darstellen; als Einführung ist es weniger gut geeignet. Das Buch ist in einem einfachen Englisch geschrieben und schreitet langsam, bisweilen recht redundant voran; so kann es aber auch von Lesern, deren Englisch nicht so flüssig ist, gut rezipiert werden.
In diesem Kontext sei auch auf die Tagung „Seelische Beobachtung und Meditation – Zum 30. Todestag Herbert Witzenmanns“ hingewiesen. Auch wenn hier kein expliziter Zuammenhang mit dem Lichtseelenprozess hergestellt wird, so ist Witzenmanns Ansatz doch eng an diesen anglehnt. Die Tagung findet vom 19. bis 21. Oktober 2018 am Goetheanum in Dornach statt und dürfte durchaus einen einführenden Charakter haben.   , Mitwirkende sind Joan Sleigh, Klaus Hartmann, Johannes Wagemann, Christina Moratschke und Nikolaus Weber.

Im letzten Newsletter hatten wir von der Kontroverse zwischen Irene Diet und Anna-Katharina Dehmelt über Anthroposophische Meditation berichtet. Diets Artikel und Dehmelts Antwort darauf haben noch anderthalb weitere Runden angesetzt: Irene Diet  und Anna-Katharina Dehmelt   haben jeweils noch einmal geantwortet, und am 3.7.2018 gab es dann eine nochmalige Antwort von  Irene Diet – zu der wir unsererseits geschwiegen haben.
In Ein Nachrichtenblatt Plus XII vom 4. Juli 2018 wurde die ganze Kontroverse auf einen Blick dokumentiert.
Michael Eggert hat anlässlich dieser Kontroverse in seinem Egoistenblog einen schönen Text mit dem Titel „Schwimmen ohne Führerschein oder: Das Meer in mir“ verfasst. Dieses Niveau haben die beiden Damen in ihrer Kontroverse leider nicht erreichen können.
Ergänzung: am 18.9.2018 hat Irene Diet in „Ein Nachrichtenblatt“ einen weiteren Artikel zur anthroposophischen Meditation veröffentlicht. Darauf haben am 20.10.2018, ebenfalls in „Ein Nachrichtenblatt“, Andreas Neider und Anna-Katharina Dehmelt reagiert, den Artikel von Irene Diet mit Anmerkungen versehen, und die beiden Aufsätze von Andreas Neider und Anna-Katharina Dehmelt, die Diet kritisiert, zur Verfügung gestellt. Irene Diet hat einen weiteren Aufsatz angekündigt.

Nach dem ebenfalls im letzten Newsletter kommentierten Artikel „Anthroposophie und Zen“ von Jörn Heinlein hat Ronald Richter Jörn Heinlein im Juli-Heft von Info 3 interviewt. Unter der Überschrift „Auf dem Weg zu einem anthroposophischen Zen“ stellt Heinlein kurz, prägnant und für manchen sicherlich auch provokativ dar, wie er sich eine Ergänzung von Anthroposophie und Zen darstellt. Info 3 hat den Artikel freundlicherweise online zugänglich gemacht.

Wenn Sie in diesem Sommer keine weite Reise machen konnten, so haben Sie hier Gelegenheit, zumindest virtuell nach Teneriffa zu reisen. Der anthroposophische Arzt Fritz Helmut Hemmerich betreibt dort das Zentrum für Salutogenese Eridanos. Dort meditiert er jeden Morgen mit seinen Patienten und Gästen. Diese Meditationen wurden nun zugänglich gemacht, damit man auch aus der Entfernung  daran teilnehmen kann. Dafür wurde die Akademie für Selbstermächtigung Inceptionfield gegründet. Dort kann man die Meditationen regelmäßig beziehen, der Anmeldeprozess braucht zwar ein wenig Geduld, ist aber kostenlos und letztendlich erfolgreich. Hier finden Sie für einen ersten Eindruck die Meditationen eines Montags  und eines Dienstags .

Zum Schluss möchten wir Sie noch hinweisen auf die 7th Biannual Conference der European Society for the study of Western Esotericism. Sie findet vom 2. bis 4. Juli 2019 statt und hat zum Thema „Western Esotericism and Consciousness: Visions, Voices, Altered States“ . Da dieses Thema in der Anthroposophie eine große Bedeutung hat, wird es voraussichtlich auch Beiträge von anthroposophischer Seite geben; und insgesamt darf man erwarten, dass die Tagung tiefe Einblicke in die verschiedenen Zugangsweisen zu höheren Bewusstseinsstufen bieten wird.

Kommentare

  • Gerne würde ich Ihren Newsletter, auf den ich zufällig gestoßen bin, regelmäßig beziehen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dagmar Willwater